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Häufige Fragen

Ist eine außerklinische Geburt sicher?

Es gibt einige wenige Indikationen, die für eine Geburt in der Klinik sprechen. Dazu gehören zum Beispiel viel zu früh geborene Babies und bestimmte Grunderkrankungen der Mütter und/oder der ungeborenen Kinder. Gesunde Schwangere, die gesunde Kinder erwarten, erfahren durch die Eins-zu eins Betreuung im Geburtshaus und zu Hause eine sichere Form der Begleitung. Es gibt weniger Dammschnitte und bei erforderlicher Verlegung in eine Klinik weniger Kaiserschnitte. Gleichzeitig sind nach der Geburt genauso  viele Babies und Mütter gesund wie in der Vergleichsstatistik. Da Kliniken nicht weit entfernt sind, ist im Bedarfsfall eine Verlegung ins Krankenhaus in aller Ruhe möglich.
Die detaillierten Ergebnisse finden sich in “A German Study”, 5-Jahres-Studie 2000-2004. Außerklinische Geburtshilfe in Deutschland. Hrsg.: Gesellschaft für Qualität in der außerklinischen Geburtshilfe, Hans Huber Verlag, 2007, ISBN 978-3-456-84427-5; 19,95 Euro). Auch der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen kam im Dezember 2011 zu dem Schluss: “Wenn Hebammen Geburtshäuser leiten, stimmt die Qualität.”

Kann ich im Geburtshaus oder zu Hause gebären?

Jede Frau kann bei uns gebären, sofern die Schwangerschaft keine gravierenden Komplikationen aufweist. Welche das im Einzelfall sein könnten, sollten Sie mit uns persönlich besprechen. Wenn Ihnen die Vorstellung der selbstbestimmten und in Geborgenheit stattfindenden Geburt naheliegt, sind Sie bei uns genau richtig. Erstgebärende und Mehrgebärende sind uns gleichermaßen willkommen. Mehrlingsschwangerschaften sowie Beckenendlagen begleiten wir sehr gerne vor und nach der Geburt und beraten Sie bei der Wahl des Geburtsortes. Sollten Sie über 35 sein, ist dies zum Beispiel kein Risikofaktor bei uns. Da die Wahl des Geburtsortes häufig ein Prozess ist, empfehlen wir Ihnen bei Interesse unseren Infoabend. Im Laufe der Schwangerschaft wird sich mit wachsendem Bauch auch ein wachsendes Selbstbewusstsein für die richtige Wahl des Geburtsortes einstellen.

Bin ich als PartnerIn bei einer außerklinischen Geburt eventuell überfordert?

Wenn Sie sich zusammen mit Ihrer Partnerin für eine Geburt mit uns  entschieden haben, werden Sie in den Prozess der Vorbereitung aktiv mit einbezogen und erfahren alles darüber, wie die Geburt auch für Sie zu einem unvergesslichen Erlebnis wird. In der Regel beschreiben Männer und Frauen, die eine außerklinische Geburt begleiten, dass sie sich stärker involviert, besser informiert und sehr nah am Geschehen fühlen und sich als große Unterstützung für Ihre Partnerin empfunden haben.

Wann ist eine Verlegung in eine Klinik erforderlich und wie erfolgt sie?

Der häufigste Grund für eine Verlegung in eine Klinik ist ein Geburtsstillstand ohne Bedrohung für Mutter und Kind. In seltenen Fällen (1%) ist eine eilige Verlegung notwendig und erfolgt zu Ihrer Sicherheit mit dem Krankenwagen. Die oben genannte Studie belegt, dass Hebammen Geburtsrisiken in der Regel richtig einschätzen und im Notfall geeignete Maßnahmen sicher und schnell einleiten. Die meisten Geburten können in der Klinik spontan (d.h. ohne operative Maßnahmen) beendet werden und das Wochenbett wird wie geplant zu Hause begonnen. Sollte in seltenen Fällen ein Kaiserschnitt unvermeidlich sein, haben Sie auch in der Klinik die Möglichkeit, in engem Kontakt mit Ihrer betreuenden Hebamme zu bleiben und zu entscheiden, wann die Fortsetzung des Wochenbettes zu Hause für Sie stimmig ist. Ihre Sicherheit und die Ihres Kindes sind unser höchstes Gut – im Zweifel sprechen wir uns daher eher für als gegen eine Verlegung aus.

Was ist, wenn mein Kind nach der Geburt medizinischer Hilfe bedarf?

Ein Kind, welches unvorhergesehen medizinischer Hilfe nach der Geburt bedarf, ist zum Glück äußerst selten. Manche Kinder brauchen einfach ein wenig Zeit, um sich an die neuen Lebensbedingungen anzupassen und sind nach kurzer Zeit völlig fit, ohne dass es besonderer Maßnahmen bedarf.  In den seltenen Fällen eines echten Notfalles ist die Hebamme in der Lage, die Situation richtig einzuschätzen, eine Notfallversorgung einzuleiten und die Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes zu überbrücken. Der Notruf erfolgt hierbei über die Notrufnummer und sichert das Eintreffen eines medizinischen Teams und eines Kinderarztes innerhalb von wenigen Minuten zu.

Wann ist eine Verlegung der Gebärenden nach der Geburt notwendig?

Auch dies gehört zu den seltenen Ausnahmefällen bei außerklinischen Geburten. Die Hebamme wird mit Ihnen in diesem Falle die notwendigen Schritte besprechen und dafür sorgen, dass eine Verlegung so zügig wie nötig, jedoch in  Ruhe erfolgt. Sollte absehbar sein, dass ein Klinikaufenthalt unvermeidbar ist, wird Ihr Kind selbstverständlich mit Ihnen zusammen aufgenommen und Ihre Hebamme hält mit Ihnen Kontakt bis sie Sie zu Hause weiter betreut.

Welche Kosten kommen auf uns zu?

Für alle Hebammenleistungen gibt es feste Gebührensätze, die von der Krankenkasse vergütet werden. Nur die 24h-Rufbereitschaftspauschale in Höhe von 600 € für den Zeitraum von 3 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin bis 2 Wochen danach wird privat in Rechnung gestellt. In letzter Zeit sind erste Krankenkassen dazu übergegangen, ihren Versicherten diese Pauschale anteilig zu erstatten. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Hebamme nach Krankenkassen, die Ihnen einen Babybonus sowie der Hebamme einen Existenzsicherungszuschlag bezahlen.

Wann muss ich mich anmelden?

Aufgrund der berufspolitischen Situation sind unsere Betreuungskapazitäten mittlerweile begrenzt. Deshalb ist es wichtig, dass Sie sich, wenn Sie sich für eine Geburtshaus- oder Hausgeburt interessieren, so früh wie möglich mit uns in Verbindung setzen.

Weitere Informationen zur außerklinischen Geburtshilfe

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